Ein grosser Rasen sieht gepflegt gemäht schön aus, verlangt aber regelmässig viel Zeit und Aufwand. Wer den Rasen etwas verkleinert und dafür pflegeleichtere Bereiche schafft, kann den Garten insgesamt entspannter geniessen, ohne jedes Wochenende mehrere Stunden mit Mähen und Kanten schneiden zu verbringen.
Weniger Rasen, mehr Vielfalt
Randbereiche des Rasens, die schwer zu mähen sind, etwa enge Ecken oder Streifen entlang eines Zauns, eignen sich besonders gut für die Umwandlung. Ein Beet mit robusten, wenig anspruchsvollen Pflanzen an solchen Stellen sieht oft schöner aus als ein Stück Rasen, das man ohnehin nur mühsam mit der Maschine erreicht.
Bodendecker sind eine einfache Möglichkeit, ehemalige Rasenflächen ohne viel Aufwand zu füllen. Einmal eingewachsen, verdrängen sie Unkraut von selbst und müssen nicht regelmässig gemäht werden, was gerade in schattigen oder unebenen Bereichen, wo Rasen ohnehin schlecht wächst, einen echten Vorteil bringt.
Auch grössere, flache Steine oder Kiesflächen können Teile des Rasens ersetzen, besonders dort, wo häufig gegangen wird und der Rasen sowieso schnell braun und abgenutzt wirkt. Solche Flächen sehen gepflegt aus und benötigen praktisch keine laufende Pflege, ausser einem gelegentlichen Entfernen von Unkraut zwischen den Fugen.
Bei der Planung lohnt es sich, zuerst die Bereiche zu bestimmen, die tatsächlich als Rasen genutzt werden, etwa zum Sitzen oder für Kinder zum Spielen. Der restliche Platz kann dann Schritt für Schritt in pflegeleichtere Zonen umgewandelt werden, ohne dass man alles auf einmal verändern muss.
Ein kleinerer, gezielt genutzter Rasen wirkt am Ende oft einladender als eine grosse Fläche, die aus reiner Gewohnheit gemäht wird, aber kaum wirklich genutzt wird. So bleibt mehr Zeit für die Momente im Garten, auf die es eigentlich ankommt.
Auch der Übergang zwischen Rasen und neuen Beeten verdient etwas Aufmerksamkeit, damit das Ganze aufgeräumt wirkt und nicht zufällig zusammengesetzt aussieht. Eine klare, leicht geschwungene Kante zwischen den Bereichen sorgt dafür, dass der kleinere Rasen bewusst gestaltet wirkt und nicht wie eine Restfläche, die übrig geblieben ist.