Gartenarbeit in der Familie aufteilen, damit alle mitmachen

Landschaftsillustration

In vielen Familien bleibt die Gartenarbeit an einer einzigen Person hängen, während die anderen den fertigen Garten einfach genießen. Das führt mit der Zeit oft zu Frust, besonders wenn die Arbeit an manchen Wochenenden richtig viel Zeit kostet. Eine bewusste Aufteilung der Aufgaben entlastet nicht nur eine Person, sondern stärkt auch das gemeinsame Gefühl für den Garten.

Aufgaben nach Vorlieben statt nach Zufall verteilen

Der einfachste Ansatz ist, die anfallenden Aufgaben aufzuschreiben und dann zu schauen, wer welche Tätigkeit tatsächlich gerne übernimmt. Manche mögen lieber pflanzen, andere schneiden lieber Hecken, wieder andere kümmern sich lieber um das Gießen am Abend. Wenn Aufgaben zu Vorlieben passen, wird die Arbeit insgesamt seltener als Last empfunden.

Kinder lassen sich meist gut einbinden, wenn die Aufgaben zu ihrem Alter passen und einen klar sichtbaren Erfolg bringen. Das Gießen einer selbst gepflanzten Blume oder das Einsammeln von Fallobst gibt ihnen das Gefühl, wirklich beizutragen, anstatt nur Erwachsene bei der eigentlichen Arbeit zu begleiten und zuzusehen.

Feste, wiederkehrende Zuständigkeiten funktionieren oft besser als spontane Bitten um Hilfe im Moment. Wenn von vornherein klar ist, wer sich regelmäßig um eine bestimmte Ecke des Gartens kümmert, entsteht weniger Reibung, als wenn jede Aufgabe neu ausgehandelt werden muss, sobald sie gerade ansteht.

Es lohnt sich außerdem, die Aufteilung regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, denn Vorlieben und verfügbare Zeit ändern sich mit den Jahreszeiten und mit dem Alter der Kinder. Was im Frühling gut funktioniert hat, muss im Herbst nicht zwangsläufig noch genauso passen.

Am Ende profitieren alle davon, wenn der Garten als gemeinsames Projekt verstanden wird, an dem jeder auf seine Weise beteiligt ist, statt als Aufgabe, für die stets nur eine Person verantwortlich gemacht wird.

Ein kurzer wöchentlicher Austausch darüber, was ansteht und was gut gelaufen ist, hilft dabei, die Aufteilung lebendig zu halten. So bleibt die Verantwortung sichtbar für alle, und niemand hat das Gefühl, dass die eigene Mitarbeit im Garten unbemerkt bleibt oder als selbstverständlich hingenommen wird.