Fugen zwischen Terrassenplatten bieten Unkraut ideale Bedingungen, weil sich dort Feuchtigkeit und Erde sammeln, während gleichzeitig genug Licht von oben hereinkommt. Wer regelmäßig und mit der richtigen Methode arbeitet, kann diese Stellen dauerhaft freihalten, ganz ohne den Griff zu chemischen Mitteln, die im Garten ohnehin unerwünscht sind.
Regelmäßigkeit schlägt einzelne große Aktionen
Kurze, aber regelmäßige Kontrollgänge bringen langfristig mehr als eine einzelne große Unkrautentfernung im Frühjahr. Wird Unkraut entfernt, solange es noch klein ist, hat es kaum Zeit, tiefe Wurzeln zu bilden. Ein wöchentlicher Blick auf die Fugen reicht oft aus, um das Problem gar nicht erst groß werden zu lassen.
Ein einfacher Fugenkratzer oder ein alter Messerrücken eignet sich hervorragend, um junge Pflanzen samt Wurzel aus den Fugen zu heben. Wichtig ist, möglichst die ganze Wurzel zu entfernen, denn Reste, die stehen bleiben, treiben oft innerhalb weniger Wochen erneut aus und der Aufwand beginnt von vorn.
Heißes Wasser, direkt und großzügig in die Fugen gegossen, kann junge Unkrautkeimlinge zuverlässig schädigen, ohne dass dafür irgendwelche Mittel nötig sind. Diese Methode wirkt am besten bei kleinen Pflanzen und sollte an einem trockenen, warmen Tag wiederholt werden, damit sich kein neuer Bewuchs dauerhaft festsetzen kann.
Vorbeugend hilft es außerdem, die Fugen so schmal und dicht wie möglich zu halten, etwa durch feinen Sand, der regelmäßig nachgefüllt wird. Enge, gut gefüllte Fugen bieten Samen weniger Halt, um überhaupt erst Wurzeln zu schlagen, wodurch insgesamt deutlich weniger Unkraut entsteht.
Eine Terrasse, die regelmäßig auf diese Weise gepflegt wird, bleibt über die gesamte Saison ordentlich, ohne dass man jemals zu stärkeren Mitteln greifen müsste, die weder für die Umwelt noch für den eigenen Garten wünschenswert wären.
Wer die Terrasse ohnehin regelmäßig fegt, kann diesen Moment direkt nutzen, um gleich einen prüfenden Blick auf die Fugen zu werfen. So wird die Unkrautkontrolle Teil einer bestehenden Gewohnheit, anstatt eine zusätzliche Aufgabe zu sein, die man separat einplanen und sich merken muss.